Was hat Aufmerksamkeit mit Depression zu tun?

Was hat Aufmerksamkeit mit Depression zu tun?

Was hat Aufmerksamkeit mit Depression zu tun?

Wenn wir morgens aufwachen, haben wir uns durch den Schlaf, eine gewisse Spanne an Aufmerksamkeit für den Tag erworben. Diese ist begrenzt. Wir werden müde und unkonzentriert, wenn wir zu lange und zu viel von dieser Aufmerksamkeit auf etwas richten. Darum ist das englische „to pay attention“ (Aufmerksamkeit zahlen) https://www.google.com/search?q=to+pay+attention&oq=to&aqs=chrome.1.69i59l2j69i57j0l5.2478j0j8&sourceid=chrome&ie=UTF-8 eher geeignet, auszudrücken, worum es geht. Es gibt eine begrenzte Menge an Aufmerksamkeit und von dieser geben wir Stück für Stück, über den Tag verteilt, an dieses und jenes ab.

Wenn wir mit unserer, täglich neu erworbenen, Aufmerksamkeitsspanne gut haushalten, dann wird sich das sehr gesund und förderlich auf unsere Beziehungen, unseren beruflichen Erfolg, auf die Gesundheit und auf unser Leben allgemein auswirken.

Schlechter Schlaf sorgt dafür, dass wir am nächsten Tag eine kleinere Aufmerksamkeitsspanne (Energie)zur Verfügung haben. Wir konnten uns über Nacht einfach nicht so gut erholen. Die Aufgaben des Tages müssten also an die Tatsache angepasst werden, dass wir dadurch weniger Aufmerksamkeit für sie haben. Ähnlich wie bei einer Rechenaufgabe, denn sonst kommen wir ins Defizit.

Natürlich macht unser Körper und unser Geist Überforderung eine zeitlang mit. Es kann sogar sein, dass wir lange im Defizit unserer Energie leben können. In unserer Gesellschaft wird es sogar verlangt, dass wir Überforderung wegstecken und nicht zu jammern anfangen, wenn es anstrengend wird. Gegen „mal über seine Grenzen gehen“ ist auch nichts zu sagen. Viele von uns merken, oder wollen die Grenze der Überforderung aber nicht merken. Dahinter steckt oft die Angst, als Versager zu gelten. Die Anderen schaffen es ja auch.

Die Anderen schaffen es nicht, und wir auch nicht.

Was hat Aufmerksamkeit mit Depression zu tun?

Auch Konflikte sorgen dafür, dass wir einen großen Teil unserer Aufmerksamkeit einem inneren Szenario spenden, indem wir den Konflikt von allen Seiten betrachten und mit inneren Dialogen oder Monologen belegen. Die Aufgaben des Tages müssten also an die Tatsache angepasst werden, dass wir dadurch weniger Aufmerksamkeit für sie haben, denn wir haben zusätzlich zu unserer alltäglichen Aufgaben auch noch einen Konflikt oder sogar mehrere Konflikte zu verarbeiten.

Infekte, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, um nur einige körperliche Belastungen zu nennen, fordern unbewusste Aufmerksamkeit. Die Aufgaben des Tages müssten also an diese Tatsache angepasst werden, dass wir dadurch weniger Aufmerksamkeit für sie haben.

Veränderungen im Leben wie Umzug, Arbeitsplatzwechsel, Trennungen oder Verluste, brauchen sehr viel von unserer täglichen Aufmerksamkeit /Kraft. Die Aufgaben des Tages müssen an diese Tatsache angepasst werden, dass wir dadurch weniger Aufmerksamkeit für sie haben.

So läuft das aber oft nicht. Viel zu oft gehen wir über die Anpassung der täglichen Aufgaben und unserer zur Verfügung stehenden Aufmerksamkeitsspanne oder Energie hinweg. Wir sind viel zu oft überfordert und sorgen nicht genug für die Balance zwischen Anforderungen und Pausen. Genau aus diesen permanentem Ungleichgewicht kann ein Mensch sich auch z.B. depressiv zeigen oder Ängste entwickeln. Das Wesen der Depression https://familientherapie-ammersee.de/test3/  ist der Verlust von Antrieb, Freude und Interessen. Die Depression zwingt uns geradezu zu einer massiven Pause mit allen Einschränkungen, die eine kraftlose Zeit mit sich bringt.

Wieviel Aufmerksamkeit möchten wir den einzelnen Dingen geben, wenn wir wissen, dass wir täglich nur eine beschränkte Spanne zur Verfügung haben und körperlich und geistig gesund bleiben wollen?

 

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