Wie löse ich tiefe, nicht hilfreiche Überzeugungen?

Wie löse ich tiefe, nicht hilfreiche Überzeugungen?

Wie löse ich tiefe, nicht hilfreiche Überzeugungen?

Überzeugungen oder auch Glaubenssätze https://www.youtube.com/watch?v=_QBYhQa29DI sind in jedem Menschen wirksam. Niemand, Säuglinge ausgenommen, hat keine Glaubenssätze. Sie bilden sich in der Kindheit. Ab einem bestimmten Alter ca. 2-3 Jahre), fangen wir an uns einen Reim auf die Welt zu machen und damit unsere Überzeugungen zu bilden. Da wir in dieser Zeit noch sehr abhängig von den Erwachsenen sind, glauben wir z.B. wenn unsere Eltern viel mit anderen Dingen beschäftigt sind als mit uns, dass wir eine Belastung sind. Dieser Glaubenssatz kann bis in den Tod mitgenommen werden. Wir denken vielleicht nicht mehr ständig :  „Ich bin eine Belastung!“ sondern wir tragen es als emotionales Muster bzw. Programmierung in uns weiter.

Als Erwachsener kann ich sehr unter dieser ungünstigen Prägung leiden. Wichtig wäre zu erkennen, dass ich kein Kind mehr bin, dass für andere eine Belastung ist, sondern ein Erwachsener, der sogar anderen, im Gegenteil, eine Hilfe ist. Die neue Überzeugung muss nachvollziehbar und realistisch sein, sonst wird sie nicht funktionieren. Ein Glaubenssatz von der Qualität : „Ich muss es alleine schaffen.“ kann in „Ich kann mir Hilfe holen.“ umprogrammiert werden.

Wie löse ich tiefe, nicht hilfreiche Überzeugungen?

Wenn ich meine nicht hilfreichen Überzeugungen anschaue und sie umwandele in hilfreiche Überzeugungen, dann übernehme ich Verantwortung für meine Bedürfnisse. Dieser Prozeß ist oft unglaublich schwer. Viele Menschen haben keine bis wenig Kenntnisse über ihre Bedürfnisse. Wann hat je schon einer danach gefragt. Müssen wir nicht eher gut funktionieren, als Partner, Vater oder Mutter, als Mitarbeiter oder Sohn? Einen Zugang zu unseren Bedürfnissen zu bekommen kann eine sehr schmerzhafte Erfahrung sein. In diesen Situationen wird in meiner Praxis am häufigsten geweint. Er ist der Schmerz über die eigene Vernachlässigung über Jahre oder Jahrzehnte.

Gerade bei älteren Menschen kann diese Art der Selbstreflexion sehr schmerzhaft sein. Ältere Menschen können nicht hilfreiche Glaubenssätze oft gar nicht mehr in hilfreiche Glaubenssätze verwandeln, weil der Kummer über die eigene Vernachlässigung zu groß wäre.

Je jünger ich bin, umso besser gelingt es mir Glaubenssätze zu verändern. Es lohnt sich sehr, sich damit zu beschäftigen. Die ganze Art und Weise wie ich mein Leben führe hängt stark von meinen Überzeugungen ab.

Verantwortung für meine Bedürfnisse zu übernehmen macht mich Erwachsen und handlungsfähig. Somit bin ich kein Opfer, sondern der Schöpfer meiner Realität.

 

 

 

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