Weihnachten lieber alleine? Bin ich schuld?

Weihnachten lieber alleine? Bin ich schuld?

Weihnachten lieber alleine? Bin ich schuld?

Vor großen Festen wie Weihnachten machen wir uns Gedanken, wie wir die Zeit verbringen wollen. Für manch einen stellt sich die Frage aber so gar nicht. Der entscheidende Unterschied ist ein Wort. Das Wort „wollen“. Bei vielen stellt sich die ganze Frage nicht, da sie wissen, was sie zu tun haben. Es geht nicht so sehr darum, was sie wollen, sondern um dass, was von ihnen erwartet wird.

Wenn unliebsame Erwartungen seitens der Familie oder Freunden gestellt werden, dann können wir auf unterschiedliche Weise darauf reagieren.

Eine Weise ist, wir erfüllen diese Erwartungen ohne Abstriche, da eine Seite in uns Verständnis dafür hat und die kritische Seite in uns klein beigibt. Diese Entscheidung erspart Diskussionen und Schuldgefühle https://de.wikipedia.org/wiki/Schuldgef%C3%BChl seitens der Familie. Zum Wohl der Anderen stecken wir zurück und gewinnen dadurch eine Harmonie, die durchaus ihren Wert haben kann.

Wer kümmert sich nun um die kritische Seite, die mit ihrer Bedürfnislage unberücksichtigt beleibt? Machen wir uns dieser Seite gegenüber schuldig, indem wir ihre Stimme unterdrücken? Wie könnten wir uns um diese Seite kümmern?

Wir könnten einen Ausgleich schaffen. Zu einer anderen Zeit wird genau das gemacht, was diese kritische Seite braucht z.B. wenn diese Seite an den festlichen Tagen lieber alleine verreist wäre oder mit ganz anderen Menschen gefeiert hätte, Es wird wohl nicht an das „Original“ heran kommen, da solche Tage nur einmal im Jahr statt finden, aber bestimmte Anteile der Seite wurden nicht übergangen. Es geht um den Umgang mit Bedürfnissen.

So ein wertschätzender Umgang mit eigenen Bedürfnissen wirkt sich positiv auf uns selber und auf die Weihnachtsfeier aus. Wir brauchen nicht missmutig da sitzen und gute Miene machen. Wir brauchen auch nicht streiten oder übermässig Alkohol trinken, um unseren Frust runter zu spülen.

Weihnachten lieber alleine? Bin ich schuld?

Wir können uns auch entscheiden den Erwartungen gar nicht zu entsprechen. In dem Fall könnte ein Schuldgefühl auftauchen. Schuld kann entstehen, wenn wir innerhalb eines Verbundes, dem wir uns zugehörig fühlen (z.B. Familie), die Regeln nicht beachten und wir uns über das Wohl der Anderen stellen. Es ist z.B. in einer Gang normal kleine oder große kriminelle Handlungen durchzuführen. Die Gesellschaft findet, die Gangmitglieder haben sich schuldig gemacht. In der Gang könnte der Täter sogar für kriminelle Handlungen gelobt werden und ist, statt sich schuldig zu fühlen, sogar stolz auf sich.

Der Kontext entscheidet darüber, ob wir uns schuldig fühlen oder nicht.

Wird also von uns erwartet, an Weihnachten mit der Familie zu feiern und nicht alleine zu verreisen, dann könnten wir uns schuldig fühlen, wenn wir es trotzdem machen. Die Lösung könnte sein, ganz schuldbewusst  in den Urlaub zu fahren.

Eine andere Lösung könnte sein, ein größeres Loyalitätsgefühl für unsere Belange zu entwickeln als für die Familie und sogar ohne Schuldbewusstsein in den Urlaub zu fahren.

Frohe Weihnachten und viel Freude beim genießen Ihrer Bedürfnisse und vielleicht sogar Ihrer Schuldgefühle

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