Schwere Kindheit? Ja, darum geht es ihm jetzt so gut

Schwere Kindheit? Ja, darum geht es ihm jetzt so gut

Schwere Kindheit? Ja, darum geht es ihm jetzt so gut!

In der klassischen Psychologie, vor allem in der Entwicklungspsychologie, wird auf die Auswirkungen von Versäumnissen adäquater Sorge um die Psyche von Kindern hingewiesen. Es ist unbestreitbar, dass Vernachlässigungen in der Kindheit furchtbare Auswirkungen haben kann. https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungspsychologie Das diese Vernachlässigungen und traumatisierende Handlungen, im erwachsenen Alter oft zu großen Herausforderungen führen kann, liegt auf der Hand.

Wenn diese Herausforderungen der Kindheit in meiner Praxis das Thema sind, stelle ich immer fest, dass sie sehr präsent im „hier und heute“ statt finden. Die Probleme belasten „jetzt“ und brauchen „jetzt“ Lösungen.

Wenn aber nun die Kindheit so schwer war und es daher kommt, dann sind sie ein hoffnungsloser Fall? Oder hilft es, die Kindheit noch mal durch zu arbeiten? Oder suchen wir gemeinsam den oder die Täter bzw. Schuldigen, um dann Lösungen für heute zu finden?

Die “ Kindheit “ ist auch ein dehnbarer Begriff. Eltern mit Kindern haben zu jeder Zeit völlig unterschiedliche Herausforderungen zu meistern. Kleinkinder haben sozusagen „andere“ Eltern als Jugendliche, obwohl es die gleiche Familie ist. Es sind einfach nur 10 Jahre vergangen.

Wenn meine Klienten „jetzt“ leiden, selbst wenn es aus der Kindheit kommt, dann brauchen sie „jetzt“ Hilfe. In den seltensten Fällen hat es im „hier und jetzt“ geholfen die Kindheit nochmal durchzuarbeiten, schon alleine deshalb, weil es sicher eine gewisse Zeit dauern würde.

In meiner Praxis lege ich Wert darauf, dass meine Klienten schon nach der ersten Stunde spüren, dass ihr Erleben deutlich besser wird und sie in zieldienlicher Richtung handlungsfähig werden. Wir können die Beiträge der schlimmen Kindheit in Form von Symptomen, Schmerzen oder Ängsten geradezu nutzen, um Lösungen zu finden was es „hier und heute“ braucht, um das Erleben positiv zu steuern. Gerade wenn meine Klienten in der Kindheit sehr gelitten haben, haben sie jetzt um so mehr verdient, dass es ihnen gut geht und jetzt ihr Erleben selber steuern können.

Gerade weil es in der Kindheit so schlimm war, erlaube ich mir „jetzt“ mich gut zu fühlen. Ich weiß jetzt was ich brauche und wie ich es mir geben kann. Wenn ich mich z.B. depressiv erlebe, dann kann es ein Hinweis auf einen nicht wertschätzenden Umgang mit mir selbst sein. Bei jemand anderem kann eine Überforderung zur Grenzsetzung durch das depressive Erleben führen. Wieder ein anderer hat einen großen Verlust erlitten und reagiert adäquat mit großer Trauer, die von sogenannten Fachleuten als Depression diagnostiziert wird. So wie es mir immer nur jetzt schlecht gehen kann, kann ich immer nur jetzt etwas dagegen tun.

Meine Klienten werden steuerungsfähig in Richtung positives Erleben nicht trotz, sondern weil sie eine schwere Kindheit hatten.

1 Kommentar

  1. Hallo Angelika,
    das klingt sehr erfrischend und es macht Hoffnung .
    Das es jeder kann. „Es sich gut gehen lassen.“

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