Kurzzeittherapie vs. kostenlose Plauderstündchen

Kurzzeittherapie vs. kostenlose Plauderstündchen

Kurzzeittherapie vs.kostenlose Plauderstündchen

Wenn wir feststellen, dass unsere Energie und Weisheit für schwierige Situationen in unserem Leben nicht mehr ausreicht, gibt es die Möglichkeit, uns von außen helfen zu lassen. Oft sind es auch Symptome wie z.B. Schmerzen oder Schlafprobleme, die alleine nicht mehr zu bewältigen sind.

Um die Kassenleistung Psychotherapie zu bekommen braucht es eine ICD 10 Diagnose https://www.therapie.de/psyche/info/index/icd-10-diagnose/psychische-stoerungen/ . Manchmal ist es ungünstig, eine dieser Diagnosen zu bekommen, da die meisten psychischen Störungen stigmatisiert sind. Der hypnotische Aspekt einer ICD 10 Diagnose ist oft noch schädlicher, denn mit der Behauptung eines Psychiaters, man hätte diese oder jene psychische Störung, gehen ganz individuelle Bedeutungsgebungen der Patienten einher. Diese sind fast immer eher kontraproduktiv. In Ausnahmefällen ist eine Diagnose hilfreich, denn nun weiß man endlich was man hat oder was mit dem eigenen Kind los ist ( Autismus, ADHS, ADS, Asperger-Syndrom,… ).

Leider hört man immer wieder von Psychotherapien, die sich ewig hinziehen und nicht die gewünschte Veränderung bringen. Es hilft in gewissem Sinne schon, denn man kann sich von Woche zu Woche aussprechen. Die kathartische Wirkung bis zur nächsten Sitzung reicht uns oftmals aus, um diese Art der Auseinandersetzung mit unserer Lebenssituation als hilfreich zu empfinden. Irgendwann endet aber jede Kassenleistung. Was haben wir uns bis dahin an nachhaltig, wirkungsvollen Kompetenzen und Musterunterbrechungen erschaffen? Was haben wir an der Hand, dass wir sofort und hilfreich nutzen können, damit wir in schwierigen Situationen selbstgesteuert handeln zu können, ohne von ihnen überwältigt zu werden.

Kurzzeittherapie vs. kostenlose Plauderstündchen

Meine Kollegen und ich hören viel zu oft, dass die Psychotherapie mehr oder weniger aus kostenlosen Plauderstündchen besteht. Wenn man bedenkt, dass sich die 2 kassenärztlichen Verfahren wie Verhaltenstherapie und Analyse schon seit Jahren und immer intensiver, Konzepte und Ideen aus der systemischen und lösungsorientierten Therapie abschauen, dann spricht das für sich.

Ein selbstständiger Kurzzeittherapeut kann sich niemals erlauben, darauf zu setzen, dass Reden allein schon etwas hilfreiches bringt. Er hat immer einen Prozeß der Auftragserfüllung des Patienten/ Klienten im Auge. Er handelt in kooperativer Weise mit dem Patenten ein Anliegen oder Ziel aus, dass am meisten dazu dient, Veränderung in die hilfreiche Richtung zu ermöglichen. Er steuert den Prozeß ohne den Patienten/ Klienten zu über-oder unterfordern. Er achtet auf sein eigenes „gut gehen“ um überhaupt sinnvoll und zieldienlich zur Verfügung zu stehen. Er bietet Interventionen wie z.B. Umfokussierungen, nutzbar machen von Ambivalenzen und Wertschätzung an. Er fragt nach Feedback, um zu prüfen, ob man noch auf dem wirkungsvollem Weg ist, um Ziele zu erreichen.

Eben genau weil immer wieder nach der Wirksamkeit der angebotenen Hilfen gefragt wird, erreicht der Patient fast immer in 1 bis ca. 20 Sitzungen die Selbststeuerung für seine individuell herausfordernden Situationen. Diese, und darauf kann man sich verlassen, werden immer wieder kommen, weil das Leben so ist.

Ich wünsche Ihnen Handlungs- und Steuerungsfähigkeit als die Grundlage für Ihr positives Erleben.

 

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