Ich entschuldige mich! … ist meistens Blödsinn

Ich entschuldige mich! … ist meistens Blödsinn

Ich entschuldige mich! … ist meistens Blödsinn

Da die meisten von uns mit der Bedeutung dieser drei Worte aufgewachsen sind, tun sie hier und da ihre Wirkung. Es gibt einfach Situationen, da reicht die Kenntnis darüber, was wohl damit gemeint ist, wenn jemand „Entschuldigung“ sagt aus. Die Tür wird einem vor der Nase zugeschlagen, jemand entschuldigt sich. Man wird angerempelt, jemand entschuldigt sich.

Man kommt pünktlich zu einem Termin, muss aber ewig warten, jemand entschuldigt sich.

Aber hier geht es schon los, dass, je nach dem wer uns wie lange uns warten lässt, ein „Entschuldigung“ oder noch schlimmer „t`schuldigung“ nicht mehr ausreicht. Ein lapidares „sorry“ ist an manchen Stellen auch im besten Fall wirkungslos, im schlimmsten Fall beleidigend. Dazu auch interessant wäre folgendes https://www.psychologie-heute.de/familie/39751-die-seele-hat-ihr-eigenes-tempo.html

Ich entschuldige mich! … ist meistens Blödsinn

Es gibt einen Haufen Situationen in unserem Leben, die uns emotional mehr abverlangt haben als Anrempler oder die Unaufmerksamkeit eines Fremden. Auch wir haben meistens völlig unbeabsichtigt Verletzungen ausgelöst.

Wenn ich also sage „Ich entschuldige mich!“, was sage ich dann wirklich?

Mal davon abgesehen, dass die sprachliche Formulierung Quatsch ist, denn wenn, dann kann doch nur der Verletzte mich entschuldigen. Ich kann mich doch nicht selbst aus der „Schuld“ entlassen. Prüfen Sie bitte den Unterschied der Wirkung von:

Ich entschuldige mich!                   zu                      Es tut mir leid!

Bei großen Verletzungen braucht es sogar noch mehr, damit ein Vergebungsprozess beginnen kann.

Es tut mir leid! Ist der erste Teil. Ich mach das nicht mehr! …ist wie ein Zauberspruch, der die Tür zum Verzeihen oder Vergeben richtig aufstößt.

Wenn es um besonders schwere Verletzungen geht, ist der Satz: „Das wollte ich nicht, ich bereue es sehr“ zentral hilfreich.

In Situationen, die uns emotional fordern, lassen wir uns nicht mehr mit „Entschuldigung“ abspeisen. Das geht auf Kosten der Beziehung. Sonst wir kleben heimlich „Verletzungsrabattmarken“ bis das Fass überläuft und es zum Streit eskaliert.

„Es tut mir leid, das wollte ich nicht und ich mach das nicht mehr!“, hat sicher eine andere Wirkung als „t´schuldigung“ oder „sorry“.

Lesen Sie hier warum Ärger zu spüren oft gut ist und welche Chance sich daraus ergibt Warum ich Ärger mag

 

 

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