Die richtigen Fragen stellen

Die richtigen Fragen stellen

Wenn ich eine Krise erlebe, ein Problem habe oder in einer herausfordernden Situation bin, dann gibt es einen großen Wunsch, zu erkennen wie und warum alles so gekommen ist. Noch wichtiger ist aber, den Weg zu finden, wie ich diese schwierige Zeit gut überwinden und wieder in meine Kraft kommen kann.

Es macht einen großen Unterschied, mit welcher Fragestellung ich welche Dinge zielgerichtet beleuchte. Wenn ich mich frage, „warum“ etwas so oder so war (meine Kindheit, meine Ehe,…) dann bin ich rückwärts in die Vergangenheit gerichtet. in der lösungsorientierten Beratung/ Therapie fragen wir „wofür“ also zukunftsorientiert.

Ein Aspekt, der oft angeführt wird, um „Warum-Fragen“ einen Sinn zuzuschreiben ist, dass, wenn man die Gründe für Dinge und Sachverhalte kennt, daraus lernen und sie besser verstehen kann. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn ich wirklich daraus lerne und es dann anders mache. Leider ist das selten der Fall. Dinge und Sachverhalte besser verstehen, dient mehr oder weniger der Neugier oder der Kognition. 

Eine wichtige Frage ist z.B.: „Wofür war es gut, so oder so zu reagieren. Was wurde damit erreicht oder verschlimmert, und gibt uns das Aufschluss über Bedürfnisse und Wünsche für die es zu beachten gilt.“

Eine „wofür-Frage“ ist also für das Verständnis von Lebensgeschichten viel hilfreicher als eine „warum-Frage“, da die Antworten darauf viel mehr Informationen bringen, was gebraucht wird und was in die gewünschte Richtung wirkt oder nicht wirkt. Die gewünschte Richtung ist die Zielvorgabe, die Sie in ihrer Beratung oder Therapie immer als Auftrag an den Berater/ Therapeuten richten sollten.

 

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